3 Februar 2020

Eisige Serien: Ice Road Truckers

Ice Road

geschrieben von Mya

Seit einiger Zeit – vielleicht sogar mehrere Jahre lang – bin ich ein regelrechter Dokumentationen-Junkie geworden. Vor mir ist da ja momentan kaum etwas sicher. Seien es Dokus über die Mayas, Ägypter, Römer, Kelten, Erkundungen des Untergrundes oder Mysterien, ich zieh mir die rein und seit ich nun einen internetfähigen Receiver habe – ja, ich habe noch eine Schüssel auf dem Dach, die ich auch nutze – werden auch die Mediatheken durchforstet.

Ice Road

eisige Dokusoaps

Die letzten Wochen lag mein Fokus vermehrt auf “eisige” Dokumentationen, die auch als “Dokusoaps” bezeichnet werden, aus den nördlich gelegenen Regionen dieser Welt. Sprich, Norwegen (ua. Ice Road Rescue, Ice Town), Kanada, Schweden und Alaska (ua. Railroad Alaska, Coast Guard Alaska, Goldrausch in Alaska). Wahnsinn was es da so alles gibt. Ich bin derzeit gut beschäftigt. Das schlimmste an dem Ganzen ist aber, dass ich nun unter Dauer-Fernweh leide.

Ich mag es ja kalt und reise auch freiwillig im Winter über den Polarkreis recht weit in den Norden. Daher finde ich diese Dokusoaps sehr spannend. Man kann mich jetzt ruhig für bekloppt halten, ich steh dazu. Immerhin habe ich auch einiges dabei gelernt: Es gibt überall etwas, das dich fressen will. Mir ist auch bewusst, viele Szenen sind so hingedreht, das man glaubt, jetzt passiert das größte Unglück der Weltgeschichte und am Ende ist alles soweit gut. Vielleicht ein paar kleine Unglücke tauchen schon auf, aber die sind oft geschickt zusammengeschnitten. Das ist halt das Prinzip der Dokusoaps. Bisschen Wissen mit viel Drama zu vermitteln und das Leben der Leute dort. Irgendwie so was.

Man erkennt auch schnell ein Schema, wenn man wie ich sich 4 Staffeln am Stück anschaut. Es gibt immer bestimmte Charaktere: Der eine ein arrogantes und von sich überzeugtes Arbeitstier, der dauernd irgendwelche Sprüche klopft und über andere urteilt. Dann der ewige Pechvogel oder der mit allem unzufrieden ist und es gibt den ruhigen Fahrer, dem alles gelingt, aber nicht groß darüber redet. Und auch einen weiblichen Charakter, die sich in dieser Männerdomäne behaupten muss. Es ist halt echt erstaunlich unterhaltsam.

Ice Road

Ice Road Truckers

„Am Ende der Welt gibt es einen außergewöhnlichen Ort und einen Job, dem nur wenige Trucker gewachsen sind. Die Aufgabe: Tonnenschwere Ladung muss 600 km über zugefrorene Seen transportiert werden. Das Ziel: Die Diamantenminen im Norden Kanadas. 10.000 Ladungen, und sie haben nur 60 Tage Zeit, denn dann wird es Frühling und die Eispiste schmilzt. Der Lohn ist groß, doch das Risiko ist größer.“
Vorspann von “Ice Road Truckers” Staffel 1

Dabei handelt es sich um eine kanadische Dokusoap, die seit 2007 von HISTORY produziert wird. Mittlerweile gibt es 11 Staffeln mit wiederkehrenden, sowie wechselnden Protagonisten und auch verschiedenen Handlungsorten in Kanada und Alaska.

Ich bin durch Zufall (oder Zappen) wieder auf diese Serie gestoßen. 2008 habe ich sogar die Erstausstrahlung auf HISTORY gesehen und war da schon sehr interessiert. So interessiert, um mir damals jede Woche die neueste Folge anzusehen. Mir waren sogar noch grob die mitwirkenden Trucker in Erinnerung geblieben, allen voran Jay Westgard, der Eisbär Hugh Rowland, ein richtiges Arbeitstier (und ein wenig sehr von sich und seinem Können überzeugt) und T.J. Tilcox, der die Kälte so überhaupt nicht mochte.

Ice Road Yellowknife

Ich habe dann mal ein wenig Recherche im WWW betrieben, die Informationen sind auch recht übersichtlich. Dadurch erfuhr ich schon mal, dass die Staffeln sogar auf Bluray erschienen sind. Ich hatte Glück, und konnte auf eBay-Kleinanzeigen Staffel 1-4, teilweise sogar noch original verpackt, erwerben. Was man nicht alles macht, nur, weil man die alten Folgen, die einen so interessiert hatten, nochmal anschauen möchte, um zu sehen, ob es einen noch packt. Ich war nur echt erstaunt, wieviel ich noch wusste, obwohl ich die ersten Staffeln seit knapp 10 Jahren nicht mehr gesehen hatte.

Auch weiß ich nun, mein Lieblings-Ice-Road-Trucker wird Jay Westgard bleiben. Er war zwar so eher der “ruhigere”, hat immer seine Arbeit erledigt und war eher zurückhaltend. Leider war er nur in Staffel 1 dabei. Irgendwo habe ich gelesen, er sei auch in Staffel 2 zu sehen, aber das ist nur die Bonusfolge und da dann auch nur Rückblenden zur 1. Staffel. Das gleiche gilt auch für T.J. Tilcox. Interessant, was man sich noch so gemerkt hat.

Manchmal wäre schon interessant, was so aus den Truckern der 1. Staffel geworden ist. Fahren sie noch auf dem Eis? Oder machen sie was ganz Anderes. Hugh und Alex sind dabeigeblieben und liefern sich jedes Jahr aufs Neue einen erbitterten Kampf um die Führung in der Wertung mit den meisten gefahrenen Ladungen.

Bis zur 6. Staffel habe ich alle Folgen gesehen, danach habe ich irgendwie den Faden verloren und habe auch nicht mehr wirklich weitergeschaut. Manchmal bleibe ich bei einer Folge hängen, wenn gerade eine auf einem Sender gezeigt wird. Aktuell gibt es um die 11 Staffeln. Wer aber da gerade dabei ist: Keine Ahnung. Vielleicht schaue ich bei Gelegenheit doch weiter, aber momentan habe ich andere Serien im Fokus. Ich nenne sie “Entdecker-Dokus” (dazu vielleicht bald mehr).

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Verfasst 3. Februar 2020 von Mya in category "Multimedia

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